Can ethical Finance also be profitable Finance

Wir dienen unseren Kunden besser, weil wir unabhängig von den Anbietern der Finanzprodukt sind!

Dieses Statement lesen wir in jeder zweiten Werbung von neuen Beratungsmodellen und verschiedenen Finanzberatern. Das neue Angebot von MyMoneyPark ist ein weiteres dieser Beispiele. Aber wie unabhängig können Modelle sein, die auf den kommerziellen Anreiz von Werbung und Kick-Backs setzen? Ist es überhaupt möglich, als Finanzdienstleister gleichzeitig kommerziell erfolgreich und ethisch konsistent zu sein?

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Wir seitens der Vorbänker glauben fest und überzeugt daran, dass dieser Spagat nicht nur möglich ist, sondern in Zukunft sogar eine Grundbedingung um langfristig im Geschäft zu bleiben. Aber wie können existierende Institute ihre DNA so verändern, dass ethische Grundsätze wichtiger werden und diese Besinnung auch beim Kunden ankommt – sowohl aus Image- als auch aus Performance-Optik. Wir haben ein paar kuriose Ideen:

  • Ban Kickbacks / Retrocessions – während die Finanzplätze der EU sich seit Jahren der MIFID Direktive zum Schutz der Konsumenten unterwerfen und sämtliche Kick-Backs und Retrozessionen den Kunden transparent ausweisen müssen, ist es in der Schweiz nach wie vor üblich, neben den ausgewiesenen Gebühren (etwa Ausgabeaufschlag bei Fonds) auch noch zusätzliche Provisionen vom Fondsanbieter anzunehmen. So sind die Erlöse bei Schweizer Grossbanken häufig nur zu etwa 40% auf direkte Kundenerlöse zurückzuführen. Neben dem risikoreichen Eigenhandel haben Retrozessionen einen markanten Anteil an den restlichen 60%. Die oft angeführte Quirin Bank als reine Honoroarberatung gibt alle diese versteckten Erlöse vollständig an ihre Kunden weiter und erzielt im Schnitt (auch in der Finanzkrise) dadurch eine rund 8% höhere Performance für ihre Kunden.
  • Easy Switch – für die meisten von uns ist es eine Horrorvorstellung seine Hausbank wechseln zu müssen. Neben dem grossen administrativen Aufwand und der Tatsache, dass der Mensch ein Gewohnheitstier mit Hang zur Bequemlichkeit ist, stellen auch die künstlich aufgebauten Hürden der Finanzdienstleister ein Problem dar. Ideal wäre ein Wechselangebot, bei dem die annehmende Bank sämtliche bürokratischen Schritte übernimmt. Eine solche Hilfestellung hat sich in den Niederlanden etabliert und bewährt.
  • Transparency on Ethics – Die meisten Bankkunden machen sich ihre Gedanken um Gebühren und Image, über die Nähe zu einer Filiale oder die Sympathie und Kompetenz ihres Kundenberaters. Die wenigsten Bankkunden hingegen kümmern sich darum, was ihre Bank mit ihrem Geld anstellt. Ob es ethisch unbedenklichen Zwecken zugute kommt oder potentiell dazu beiträgt den Regenwald abzuholzen, bedrohte Tierarten auszurotten oder die Spekulation auf Nahrungsmittel fördert. Um diese Transparenz zu erhöhen, haben die Vorbänker ein Projekt lanciert. Aufbauend auf seinem niederländischen Vorbild soll der Bankweiser genau diese Transparenz in der deutschsprachigen Bankenszene etablieren.

Natürlich freuen wir uns über weitere Vorschläge und viele Kommentare & Hinweise.

 

Tom Debus (@tomthebuzz)

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About Barbara Bohr

I teach communication and project management at a technical college. My Interests are: Text analysis, (financial) innovation for the common good.

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