Hans Geiger: Banken verhindern Fortschritt

Lukas Hässig vom Zürcher Blog „Inside Paradeplatz“ hat einmal wieder mit Hans Geiger (ehemals Credit Suisse) gesprochen. Dieses Mal ging es um Banken und Fortschritt. Der emeritierte Wirtschaftsprofessor der Uni Zürich spricht Klartext:

  • Banken verhindern den technologischen Fortschritt ihres Geschäfts, weil sie weiterhin auf dicken Margen sitzen.
  • Technologiefirmen wiederum erscheint ein Eintritt in den strikt regulierten Markt oft wenig attraktiv.
  • Hinzu kommt die Trägheit von uns Bankkunden, die in finanziellen Angelegenheiten oft sehr konservativ sind und nicht gerne ihre Zahlungsroutinen ändern.

Geiger bleibt zuversichtlich, dass der Wandel kommen wird. Er gehörte in den Neunziger Jahren zu den ersten, die eine grundlegende Änderung des Bankgeschäfts und seiner Organisation aufgrund der technologischen Entwicklung vorhersahen. Tatsächlich hat es umwälzende technologische Neuerungen gegeben, aber der Retail-Bankkunde hat – abgesehen von einfachen Transaktionen im eBanking und einer App, mit der er seine Zahlscheine einscannen kann, wenig davon gehabt.

Hässig hat das Interview mit Geiger in Schweizerdeutscher Mundart geführt.

Gut, dass das Thema Bankdienstleistungen ohne Banken derzeit an Tempo gewinnt. Auch hinsichtlich ihrer Technologiepolitik agieren die meisten Banken wenig nachhaltig, so dass sie sich unter Umständen selber überflüssig machen. Das Thema steht auch im Mittelpunkt des Symposiums des Netzwerks DANACH von Ende September.

Barbara Bohr (@nachrichtenlos), 16.09.2013

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