Blind Spots in der Risikodefinition von Basel III

Die Risikodefinition von Basel III ist nicht ausreichend. Zu diesem Ergebnis kommt eine bemerkenswert Studie, die die Finanz-Initiative des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP-FI), die Banking Environmental Initiative (BEI) sowie das Nachhaltigkeitsinstitut der Universität von Cambridge (CISL), gemeinsam in Auftrag gaben.

Obwohl Abhängigkeiten zwischen systemischen Umweltrisiken und der Stabilität des Bankensektors nachweisbar sind und sich auch die zukünftige Entwicklung mit der Übernutzung der natürlichen Ressourcen der Erde dramatisch zuspitzt, berücksichtigt das Basler Regelwerk diese Form der Risiken bisher nicht explizit. Auch Umweltrisiken können jedoch die Nachhaltigkeit des Finanzsystems gefährden.

Die Studie empfiehlt den Teilnehmern des Basler Ausschusses für Bankenaufsicht deshalb, die nationalen Regulierungsvorschriften von Ländern wie Brasilien, China oder auch Peru in den internationalen Abmachungen stärker zu berücksichtigen und aus den Erfahrungen dieser Länder zu lernen. In diesen Ländern nimmt die Bankenaufsicht bereits heute umweltrechtliche Risiken in die Steuerung ihrer Banken mit auf. Es zeigt sich also, so die Empfehlung der Studie, dass es bereits existierende Lösungen gibt und das Rad nicht unbedingt neu erfunden werden muss.

Hauptautor der Studie ist übrigens der Zürcher Rechtsprofessor Kern Alexander. Vollständig ist sie hier nachzulesen.

Barbara Bohr, auf Twitter @nachrichtenlos, 21.10.2014.

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