Ideen für klimafreundliche Finanzprodukte

Die Unterzeichnerstaaten des Pariser Klimaabkommens haben in Artikel 2c festgelegt, dass die globalen Finanzströme mit den festgelegten Klimazielen vereinbar sein müssen:

c) Making finance flows consistent with a pathway towards low greenhouse gas emissions and climate-resilient development.(1)

Als deren Vermittler haben Banken eine wichtige Scharnierfunktion. Das Angebot des Schweizer Finanzmarktes kommt diesem Ziel bisher überwiegend nicht nach.

Der Schweizer Think Tank für Aussenpolitik «foraus» und die «Swiss Finance and Technology Association» kooperieren deshalb für eine Reihe von Veranstaltungen miteinander, um neue Ideen für einen klimafreundlichen Schweizer Finanzplatz zu generieren. Auftakt der Reihe bildete am 3. November ein Workshop in Bern. Das Vorgehen orientierte sich am Design Thinking, einer Problemlösungsmethode, die auf der Annahme basiert, dass Probleme besser gelöst werden, wenn Menschen aus unterschiedlichen Bereichen zusammenarbeiten. An sich eine Selbstverständlichkeit, aber nicht ganz so einfach umsetzbar für Angestellte, die sich in Banken für Nachhaltigkeit einsetzen, aber dort oft auf verlorenem Posten stehen. Oft sieht das Management die Nachhaltigkeit als reinen Kostenfaktor. Deshalb blieben in diesem Workshop die Finanzleute auch nicht unter sich. Die Veranstalter hatten Mitarbeitende aus Fintech-Unternehmen und NPOs, Nachhaltigkeitsexperten sowie Studierende aus Politik und Umweltwissenschaften eingeladen, damit neue Ideen in gemischten Teams entstehen konnten. Die Teams konnten zwischen zwei Aufgaben wählen:

  1. neue Policy-Instrumente entwickeln, die die Klimaziele unterstützen
  2. neue nachhaltige Produktangebote für Retailbanken entwickeln

Die grosse Mehrheit der Teams entschied sich für Aufgabe 2, auch wenn ich selber nicht glaube, dass neue Produktangebote alleine ausreichen, um die Problematik in den Griff zu kriegen. Time-Boxing half den Teams, ihre Arbeitsschritte so zu planen, dass sie am Ende auch bewertbare Ergebnisse lieferten.

Die Rechnung ging auf. 90 Sekunden jeweils hatten die Fünfer-Teams, um ihre Ideen zu präsentieren. Eine Gruppe schlug vor, die Risiken des Klimawandels in das Kreditrating von Unternehmen mit aufzunehmen. Wer als Unternehmen die eigenen Klimadaten nicht öffentlich mache, gehöre nicht an den Kapitalmarkt, war die einhellige Meinung. Ein anderes Team schlug den Banken eine Energie-Effizienz-Initiative für Hypothekenangebote vor, denn die Sanierungsrate des Baubestandes in der Schweiz ist sehr tief. Ein weiteres Team empfahl, Banken sollten aktiv nur noch nachhaltige Produkte anbieten. Wer als Kundin oder Kunde keine nachhaltigen Produkte wolle, müsse sich bewusst dagegen entscheiden (Opt-Out). Der Staat spielte in allen Ideen nur als Datenlieferant eine Rolle.

In einem Hackathon werden Mitte November neue Teams die Vorschläge aus Bern auf Umsetzbarkeit überprüfen. Eine Vorreiterrolle erhoffen sich die Teilnehmer für den erforderlichen Innovationsprozess von der Fintech-Branche, so dass die konventionellen Banken irgendwann gezwungen werden, entweder nachzuziehen oder aber vom Markt verdrängt werden. Das ist eine hehre Idee. Ich habe bereits mehrfach (z.B. hier) darüber geschrieben, dass die wenigsten Fintech-Start-Ups die Nachhaltigkeit auf dem Radar haben, obwohl dies eine echte Differenzierungsmöglichkeit zu den konventionellen Banken darstellen würde.

 

Barbara Bohr (@nachrichtenlos), 05. November 2017

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Finance Watch lädt zum Blockchain-Workshop ein

Noch eine Event-Ankündigung:

Am 14. November 2017 findet in Brüssel der erste einer Reihe von Finance Watch-Workshops statt. Die Workshops haben zum Ziel, den Mitgliedern von Finance Watch, aber auch Regulierungsbehörden, Journalisten und anderen Interessengruppen die Möglichkeit zu geben, sich mit der vielfältigen und herausfordernden Landschaft von Financial Technologies (FinTech) vertraut zu machen und damit die Diskussion über mögliche gesellschaftliche Auswirkungen dieser Technologien anzuregen. Die Anmeldung ist jetzt offen. Die Teilnehmerzahl ist beschränkt, um eine rege Debatte zu ermöglichen.

Im ersten Workshop geht es um das Thema Blockchain, technisches Fundament vieler Fintech-Projekte (und auch sonst).

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Die Speaker kommen aus ganz unterschiedlichen Bereichen und geben einen Einblick in die grosse Bandbreite der Technologie und ihrer Anwendungen. Ich habe den Workshop zusammen mit Rainer Lenz und Christian Stiefmüller vorbereitet.

Agenda

09.00 – 10.30 Technology teach-in: IT introduction
Tony Willenberg, CTO, Neocapita, Vienna

10.30 – 11.00 Coffee break

11.00 – 12.00 Applications: Digital currencies (Bitcoin, Ethereum, Ripple) 
Demelza Kelso Hays, Ph.D. student in Economics, University of Liechtenstein, Vaduz

12.00 – 13.00 Lunch break

13.00 – 14.00 Applications: Beyond currencies (blockchain-based infrastructure – registers, secure transactions, etc.)
Tony Willenberg, CTO, Neocapita, Vienna

14.00 – 15.00 Applications: Financial sector (securities, payment services, asset management)
Brett Scott, journalist, activist, author, London

15.00 – 15.30 Coffee break

15.30 – 16.30 Application: Smart contracts (private sector)
Tom Debus, Managing Partner at Integration Alpha, Zurich

16.30 – 17.00 The state of blockchain-based initial coin offerings‘ (ICOs) regulation
Prof. Dr. Christian M. Piska, University of Vienna, Dr. Oliver Völkel, Attorney at Law

17.00 Closing remarks

Es wäre toll, wenn ich Sie am Workshop treffen würde. Melden Sie sich an. Die Teilnahme ist kostenlos. Es hät solangs hät.

http://www.finance-watch.org/component/content/article/109-languages/english/1441-fintech-workshop-blockchain

Barbara Bohr (@nachrichtenlos), 25. Oktober 2017

 

 

Event im Zürcher Raum: Der Climate FinTech Hack

Fintech_Unternehmen haben viele Möglichkeiten, die wirtschaftliche Entwicklung im nachhaltigen Sinne zu gestalten. Ihre Produktangebote richten sich zum Beispiel an Menschen, die bisher keinen Zugang zu Bankdienstleistungen hatten (financial inclusion). Dank Automatisierung und Konfigurierbarkeit der Angebote können Kunden ihre Gelder sehr viel bewusster so anlegen, dass ihre Grundwerte nicht verletzt werden (z.B. mit einem SRI-Portfolio bei betterment). Bei den allermeisten Start-Ups aus diesem Bereich sieht es allerdings eher so aus, dass Themen wie Nachhaltigkeit und Klimaerwärmung eine sehr untergeordnete Rolle spielen. Es geht vielen eher darum, möglichst schnell und viel an den Margen der Banken zu partizipieren. Das war auch mein Eindruck vom letzten Swiss Fintech Day.

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Der Think Tank foraus und die Lobbyvereinigung Swiss Finance and Technology Association wollen diese Ausrichtung nun mit einem Hackathon ändern. An einem gemeinsamen Event sollen möglichst viele Ideen zusammenkommen, die so implementiert werden können, dass sie die nachhaltigen Entwicklungsziele, insbesondere aus dem Bereich Klimaschutz, unterstützen. Beide Organisationen begründen ihre Aktivität damit, dass sich die Schweiz als wichtiger internationaler Finanzplatz und als einer der reiferen Finanzmärkte für nachhaltige Finanzanlagen neu positionieren kann.

Der Hackathon besteht aus einer Folge von Events. Als nächstes, am 2. November, steht eine Sammlung von Ideen im Open Situation Room an. Die Veranstalter konfrontieren die teilnehmenden Gruppen mit mehreren ungelösten Problemen. Von der Beschreibung des Events her klingt der Ablauf nach einem Design-Thinking-Workshop mit vielen, regelmässigen Feedback-Loops, in denen die teilnehmenden Gruppen ihre Zwischenergebnisse pitchen. Ich bin ein grosser DT-Fan. Die Methode kommt bei den meisten Studierenden sehr gut an, auch wenn sie anfangs über das Tempo ein wenig erstaunt sind. Design Thinking hängt aber auch viel von einer guten Moderation ab. Ich denke, mit foraus-Mitgliedern in der Moderatorenrolle hat das Event gute Chancen, ein voller Erfolg zu werden. Eine der ausgearbeiteten Ideen fliesst dann in den klassischen Hackathon am 17. und 18. November ein. Weitere Aufgabenstellungen kommen von den Organisatoren.

Den Gewinnern wird eine kleine Geldprämie in Aussicht gestellt und die Teilnahme am Climate-KIC Accelerator.

Mehr Infos zum Ablauf und zu den Terminen finden sich hier. Anmeldungen einzelner Personen, aber auch von Teams, sind noch möglich.

 

Barbara Bohr (@nachrichtenlos), 23. Oktober 2017

The 2nd Swiss Fintech Day: Cuddling up with the banks

Not one, but two members of the Swiss Federal Council take care of the local Fintech industry. Both Johann Schneider-Ammann, head of federal economic affairs, and Ueli Maurer, head of the federal finance department, have recently engaged quite a lot with the start-ups of this sector. Due to the strong banking tradition of the country, the buzzword Fintech implies the promise that the industry may regain its international competitiveness.

Last Monday, Johann Schneider-Ammann attended the second Swiss Fintech Day at StartUp Space Schlieren. The advocacy association Swiss Finance Startups had organized the event. The Swiss politician saw quite a few demos and learned about key strategies of the young companies: He learned how to exchange Swiss francs for Bitcoin, he got to know the Swiss payment app Twint, and was challenged by various Fintech founders who were invited to present their woes on policy matters. In principle, all are happy to be a start-up in Switzerland. The regulatory supervisor FINMA, some of the entrepreneurs added, also uses the current legal framework to its best, but more legislative action might become necessary in the future. Most start-ups consider the big banks as their biggest threat, because these use the existing regulation in order to maintain the status quo. Other than that, there was little criticism about banks during the event which is little surprising since banks, policy makers and Fintech companies had come together in Schlieren to explore their joint possibilities as the future fintech eco-system.

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Federal Council member Schneider-Ammann learns how to buy bitcoins.

From my point of view, it would have been much better to broaden the concept of the ecosystem. In too many talks and panels it got reduced to the triangle “banks, FINMA as regulatory supervisor and Fintechs”. Much to my relief, one conference participant asked the essential question: Why don’t we try to broaden our view of the eco-system and include industrial companies? A good question because this understanding would help to spark innovation much more. The only start-up with a technical foundation completely outside of the Fintech sector was Climeworks, an ETH spin-off. The company filters out CO2 from the air and has gained international recognition with its demonstration facility in Hinwil this year. Integrating them into the eco-system can help to evolve different business models, which no one has thought about before. Sustainability, for Schneider-Ammann one of the basic values of the digital transformation of the Swiss economy, could play a significant role for Fintechs, too, and help them to differentiate from the banks. Unfortunately, for most Fintech start-ups at the event, sustainability does not play a major role in their business plans.

In this, they follow the paths of most banks. Many founders or employees of these new companies have a background in the banking industry. They used to work either directly for a bank or for one of their many software suppliers in the region. That’s why many of them stick to a mode of thinking, which does not allow them to look beyond the traditional money flows. I got the impression, that most build up a company to be quickly paid out by the incumbent banks. I am convinced that this approach won’t lead to significant innovation. All they seem to want is their small share of the banks’ margin. They have no ambition to have a positive impact on society. I got to know many Fintech companies that can be allocated in the range of efficiency innovation (e.g. automating processes, using machine learning in fraud detection). I also believe that Fintechs are able to create considerable incremental innovation, such as robo advisers, or new authentication methods in a world that is “always on”. Quite smart solutions actually. Yet, I did not get to see any truly disruptive stuff on Monday, which might make banks redundant in the long run. Maybe there were too many bankers, also as heavy sponsors of the event, in the room.

I do not mind if Fintech companies have domain know-how and look for sector contacts. That’s important, especially in a tightly regulated market, but it is equally important to maintain some distance from those that have been in the business for so long. In order to disrupt it’s often better to ignore the processes of the past.

Barbara Bohr (@nachrichtenlos), September 9, 2017

 

 

 

 

 

 

Verderben zu viele Banker den Schweizer Fintech-Brei?

 

Gleich zwei Schweizer Bundesräte kümmern sich um die Fintech-Branche. Die Start-Ups finden sowohl bei Johann Schneider-Ammann als auch Ueli Maurer ein offenes Ohr für ihre Anliegen. So besuchte Johann Schneider-Ammann am letzten Montag, 04.09.2017, den zweiten Swiss Fintech Day im StartUp Space Schlieren. Er liess sich zeigen, was die jungen Fintech-Unternehmen in der Schweiz auf dem Kasten haben. Schneider-Ammann kam aber auch, um zu hören, was diese von der Politik erwarten. Grundsätzlich seien die Rahmenbedingungen für Start-Ups in der Schweiz gut, bekam er als häufigste Antwort zu hören. Auch die Finma mache das Beste aus dem rechtlichen Rahmen, so der Tenor der vertretenen Start-Ups. Die grösste Gefahr sehen sie in den etablierten Banken, die die bestehende Regulierung nutzen, um sich als Platzhirsche behaupten zu können. Das war denn auch die härteste Breitseite, die gegen die Banken am Event gefahren wurde. Themenschwerpunkt des Tages war nämlich die Selbstfindung und -darstellung als Fintech-Ökosystem. Man kuschelte lieber miteinander.

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Bundesrat Schneider-Ammann mit zwei Mitarbeitern von Bitcoin Suisse, die ihm den Bitcoin-Automaten erklären.

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Regulierung für mehr Innovation

Chancen und Risiken des Fintech-Sektors

Mit der richtigen regulatorischen Unterstützung kann FinTech den Finanzsektor neu gestalten – das ist die Antwort, mit der die NGO Finance Watch diese Woche auf eine öffentliche Konsultation der EU-Kommission zu Fintech reagiert.
Gerade aus Konsumentensicht sieht Finance Watch die Fintech-Entwicklung als grosse Chance für den Sektor, sieht aber auch die Risiken unbeabsichtigter Folgen. Vereinsvorstand Rainer Lenz fasst die Meinung von Finance Watch wie folgt zusammen:

„FinTech hat großes Potenzial, das Wohlergehen der EU-Bürger zu verbessern, indem es mit trägen Finanzinstituten konkurriert, Kosten reduziert und  Barrieren für Kredit- und Transaktionsdienste beseitigt. Aber es könnte auch neue Risiken für die Bürger und das Finanzsystem schaffen, die wir nicht vollständig verstehen, zum Beispiel durch unsere Interaktionen mit großen Daten und künstlicher Intelligenz. Ob der Sektor in Zukunft vorwiegend positiv weiterentwickelt wird, wird in hohem Maße davon abhängen, wie sich die Entscheidungsträger jetzt engagieren. „

Finance Watch empfiehlt, dass die EU eine aktive Rolle bei der Schaffung eines neuen einheitlichen Regulierungsrahmens für FinTech spielt und zunächst die Bereiche in den Mittelpunkt rückt, die den finanziellen Bedürfnissen der Gesellschaft am besten entsprechen:  Transaktionsdienstleister, Crowdfunding und Robo-Advisor. Ziel sei es, von Anfang an hohe Standards und Vertrauen in den Sektor aufzubauen. Das empfohlene Regelwerk könne damit allbekannte Ineffizienzen und Risiken der Banken vermeiden, indem

  • Ersparnisse in Richtung langfristige, nachhaltige Investments gelenkt werden könnten,
  • die Retailkunden vor Manipulation und Missbrauch geschützt würden,
  • personenbezogene Daten geschützt würden,
  • gemeinsame Standards offengelegt würden, so dass Plattformen miteinander verglichen werden könnten und
  • grenzüberschreitende Barrieren entfernt würden.

„Let’s embrace regulation“ – Wie Fintechs mit Regulierung umgehen

Nach meiner Einschätzung werden Fintech-Vertreter mit dieser Aufforderung zur Regulierung ganz anders umgehen als traditionelle Banken. Während letztere schnell und generell aufschreien, wenn das Thema zur Sprache kommt, haben Fintechs längst begriffen, dass sie besser fahren, wenn sie Politik und Aufsichtsbehörden zu ihren Verbündeten machen. Das war auch der Tenor von Richards Olsen’s Antwort diese Woche an der GDI Blockchain Valley Conference. Der Gründer u.a. von Lykke, einer mobilen Handelsplattform auf der Basis von Blockchain, meinte lakonisch auf die Frage nach dem Umgang mit Regulierung: „Let’s embrace regulation.“ Das klingt ungewöhnlich für ein Umfeld, das sich als libertär versteht.

Zumindest für die Schweizer Fintech-Szene, die ich einigermassen beurteilen kann, scheint diese friedliche Ko-Existenz mit den Regulierungsbehörden bereits zu funktionieren. Die hiesigen Fintech-Communities haben sich inzwischen sehr gut in Form von Verbänden organisiert (z.B. Swiss Finance Start-ups, Bitcoin Association Switzerland), um in Bern gezielt Lobbyarbeit zu betreiben. Mit wem auch immer ich rede, alle sind beispielsweise gegenüber der Finma positiv eingestellt. Manchmal heisst neue Regulierung nämlich auch, dass es keine Regulierung gibt, wie beispielsweise bei der Sandbox. Die Sandbox ist ein von der Finma geschaffenes, eng begrenztes „bewilligungsfreies Entwicklungsfeld für Finanzinnovatoren“, in denen seit letztem Jahr mit neuen Geschäftsmodellen experimentiert werden kann. Das kommt gut an.

Und eines darf man auch nicht vergessen: Für viele Fintechs bilden Melde- und Bewilligungspflichten der Banken gegenüber den Behörden und interne Compliance-Vorgaben überhaupt erst die Basis des eigenen Geschäftsmodells. Mit Regtech (kurz für „Regulatory Technology“) ist ein ganzer Subbereich von Fintechs entstanden, der von den komplexen Regulierungsanforderungen leben möchte. Honi soit qui mal y pense.

 

Barbara Bohr (@nachrichtenlos), 17.06.2017, Individualmitglied bei Finance Watch

Sustainable Finance bleibt vorerst in der Nische

Die Schweiz rühmt sich, ein Pionier für nachhaltige Geldanlagen zu sein. Ein White Paper, das im Auftrag des Swiss Finance Institute herausgegeben worden ist,  kommt jedoch zu dem Schluss, dass die Thematik im Mainstream Banking noch nicht richtig angekommen ist. Über den richtigen Weg zu einer breiteren Publikumswirkung wurde bei einer Podiumsdiskussion am 19.11.2016 in Olten trefflich gestritten. Podiumsteilnehmer waren Annette Kraus, Wirtschaftsprofessorin an der Universität Zürich, René Weber vom Staatssekretariat für Finanzmarktfragen, und Sabine Döbeli von der Interessenvereinigung Swiss Sustainable Finance.


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